Wohngruppen für Jugendliche §35a SGB VIII


Seit 2006 betreut St. Thomas auch Jugendliche mit psychischen Erkrankungen.
Wir bieten in zwei Wohngruppen insgesamt 16 Plätze für junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren an.

 
 

Wenn du zu uns kommen möchtest...

... lädt Dich unsere Fachbereichleiterin zuerst einmal ein, uns und unser Haus bei einem Besuch und in einem Gespräch kennenzulernen. WIR, das sind sechzehn Jugendliche/junge Erwachsene, unsere Betreuer, eine Psychologin, ArbeitserzieherInnen, eine Sozialarbeiterin und die anderen Mitarbeiter im Haus.

Mit unseren Betreuern gestalten wir unseren Alltag. Das heißt Einkaufen, Kochen (den Speiseplan machen wir jede Woche zusammen), aufräumen und putzen (… jeder ist mal dran, auch wenn er gerade keinen Bock hat). Dafür dürfen wir aber auch bei allen Aktivitäten und den geltenden Absprachen und Regeln ziemlich viel mitbestimmen - und wir lernen tatsächlich vieles. Jeder lernt bei uns zu kochen! Unser Essen ist ziemlich lecker! Bei der Wahl Eurer Bezugsbetreuer, welche sich besonders um uns kümmern, habt ihr ebenfalls mitzureden. Mit dem Bezugsbetreuer selbst kann man wirklich (fast) alles besprechen.

Wer kann, geht natürlich in die Schule oder macht eine Berufsausbildung. Es gibt verschiedene Schulen in der Nähe, da ist für jeden etwas dabei. Manche von uns machen schon eine Ausbildung, auch dafür gibt es viele Möglichkeiten, die mit euch besprochen werden. Wer noch nicht wieder fit genug für Schule / Ausbildung / Arbeit ist, darf innerhalb der Arbeitstherapie im Haus und/oder auf dem Hammberger Hof trainieren.

In unserer Freizeit machen wir oft etwas zusammen: Sport, Spiele, Feste, Kino, Konzerte, Spiel- und Fernsehabende. Und in den Urlaub fahren wir im Sommer auch.

Wenn Du Dich dazu entscheidest, bei uns zu wohnen, freuen wir uns, Dich kennenzulernen. Bestimmt findest Du bei uns nette Freunde. Jeder von uns war am Anfang fremd und hat sich unsicher gefühlt. Wir wissen, dass das ein blödes Gefühl ist. Manche hatten Angst herzukommen, manche sind gar mit Bauchschmerzen gekommen, aber das vergeht hier schnell … Jetzt fühlen wir uns alle wohl und sind gerne hier.

 
 

Unsere Wohngruppen für Jugendliche befinden sich in 2 Häusern im beschaulichen Reilingen – einer Kleinstadt im Rhein-Neckar-Kreis in der Nähe von Heidelberg und Mannheim.

Die meisten Jugendlichen kommen nach einem Klinikaufenthalt zu uns. Sie bleiben hier, bis sie in Ihre Familie zurückkehren oder selbständig leben können. Das dauert manchmal einige Monate und manchmal mehrere Jahre.

Ziele und Maßnahmen

  • Entwicklung von Lebens- und Zukunftsperspektiven
  • Aufbau neuer Beziehungs- und Verhaltensmuster, sozialer Kompetenz
  • sinnvolle Tagesstrukturierung
  • Mobilisierung von Ressourcen unter Berücksichtigung des Postulats Hilfe zur Selbsthilfe
  • Abbau und Vermeidung von Risikoverhalten
  • Erarbeitung von Bewältigungsstrategien
  • Förderung von Schule, Ausbildung und Arbeit

Sozialpädagogisches & therapeutisches Angebot

  • Erkennung und Aufarbeitung der individuellen Problematik
  • Sozialpädagogische Begleitung im Alltag
  • Bezugsbetreuer-System
  • Rückfallprophylaxe
  • Soziales Kompetenztraining
  • Interner Schulunterricht zur Reintegration in öffentliche Schulen
  • Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen
  • Elternarbeit
  • Arbeits- und Beschäftigungstherapie
  • Sporttherapie
  • Kunsttherapie

Betreuung

In jeder Gruppe arbeiten sozialpädagogische Fachkräfte im Schichtdienst rund um die Uhr. Unterstützt werden sie von Auszubildenden und Praktikanten. Sie gestalten mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Alltag und vermitteln ihnen eine Tagesstruktur.

Jeder Jugendliche erhält zwei Bezugsbetreuer, mit dem er/sie einen besonders engen Kontakt aufbauen und pflegen kann/soll.

Die jungen Menschen werden von unserem Team regelmäßig zu vielfältigen Therapie- und Freizeitangeboten eingeladen.

Eine Lehrerin unterrichtet die Schüler, die aktuell noch keine öffentliche Schule besuchen können, intern.

Zu unsererem Team gehören:

  • PsychiaterInnen
  • DiplompsychologInnen
  • (Diplom) SozialpädagogInnen
  • (Diplom) SozialarbeiterInnen
  • ErzieherInnen
  • Jugend- und HeimerzieherInnen
  • ArbeitserzieherInnen
  • Motopädin
  • Fachkraft für Kinder- Jugendpsychiatrie
  • HeilerziehungspflegerIn
  • Sporttherapeut
  • LehrerIn

Alle Mitarbeiter werden regelmäßig durch externe SpezialistInnen geschult.

Freizeitgestaltung und Aktivitäten

  • Ausflüge in die nähere & weitere Umgebung
  • Sommer-Urlaub (auch im Ausland)
  • Besuche von Ausstellungen, Museen, Kino, Theater, Konzerten
  • Integration in örtliche Vereine
  • Fahrradtouren
  • Ballsport, Gymnastik & sportliche Events, z.B. Fußballturniere
  • Schwimmbad
  • Kochen & Backen & Grillen
  • Spielen & Lesen & Unterhaltungen
  • Erforschen & Lernen
… und noch vieles mehr …

Unsere Räumlichkeiten in Schwetzingen

In unserer Einrichtung in Schwetzingen besteht die Besonderheit, dass wir zwei Wohnformen unter einem Dach anbieten. Neben dem Jugendbereich betreuen wir 22 Bewohner im Fachbereich Erwachsene.

Das moderne Wohnhaus verfügt über einen kleinen Innenhof mit Grillstelle. Innerhalb des Hauses gibt es für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen drei Wohnbereiche und ein Singleappartement. Verschiedene Gemeinschaftsträume, u.a. ein großes Foyer, ein Multifunktionsraum und ein Boxraum, laden zu verschiedenen Aktivitäten oder zum geselligen Beisammensein ein. Es stehen für unsere jungen Bewohner zwei Wohn- und Fernsehzimmer zur Verfügung.

Jede Wohngruppe verfügt über Doppel- und Einzelzimmer, eine Wohnküche und mehrere Bäder.  Für Freizeitaktivitäten stehen verschiedene Autos und Fahrräder zur Verfügung.

Kriterien für die Aufnahme in eine unserer Jugendwohngruppen

Wir bieten den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein vorübergehendes Zuhause, deren besondere Bedürfnisse die Möglichkeiten ihres bisherigen Umfeldes oder regulärer Einrichtungen der Jugendhilfe übersteigen.

Unsere Bewohner haben in der Regel tiefgreifende Entwicklungsstörungen, bzw. psychiatrische Erkrankungen.

Mögliche Erkrankungen können zum Beispiel sein:

  • Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Affektive Störungsbilder (Manische, bipolare und depressive Störungsbilder)
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Persönlichkeitsentwicklungsstörungen mit multiplen Symptomen (Selbstverletzung, Affektlabilität, Impulsivität etc.)
  • sonstige Anpassungsstörungen, Bindungsstörungen, Verhaltensstörungen


Die Aufnahme der Betroffenen erfolgt in der Regel im Anschluss an einen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, kann jedoch auch aus einer ambulanten Behandlung durch niedergelassene Psychiater und Psychotherapeuten erfolgen.

In der Regel erfolgt die Kontaktaufnahme über das zuständige Jugendamt, die behandelnde Klinik, durch die Sorgeberechtigten oder  den Interessenten selbst. Die Kosten werden in der Regel vom am bisherigen Wohnort zuständigen Jugendamt übernommen.

Im Falle einer Aufnahme wird eine kontinuierliche psychiatrische Betreuung innerhalb unserer Einrichtung gewährleistet.

 
 
 
 
 

Kontaktadressen

 
 
 
 
 

St. Thomas e.V. – Zentralverwaltung

Josef-Reiert-Straße 4
69190 Walldorf
Tel.: 06227 83002-00
Fax: 06227 83002-50
info@st-thomas.de

St. Thomas Heidelberg

Neue Schlossstraße 1
69117 Heidelberg
Tel.: 06221 1465-0
Fax: 06221 22337

 

St. Thomas Graben-Neudorf

Fröbelstraße 3+6
76676 Graben-Neudorf
Tel.: 07255 7109-0
Fax: 07255 90537

St. Thomas Schwetzingen

Karlsruher Straße 48
68723 Schwetzingen
Tel.: 06202 12792-0
Fax: 06202 12792-20

St. Thomas Reilingen Jugend

Speyrer Straße 49
68799 Reilingen
Tel.: 06205 25860-50
Fax: 06205 25860-59

 
 
Kontakt St Thomas e.V.
 
 
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