Über uns

Der gemeinnützige Verein St. Thomas e.V.

Der gemeinnützige Verein St. Thomas e.V. besteht seit 1976 und gehört somit zu einer der ersten Einrichtungen, die in einer offenen Wohnform den Anlauf unternahmen, chronisch psychisch kranke Menschen menschenwürdig, bedürfnisgerecht und wohnortnah zu versorgen.

Haupthaus des gemeinnützigen Vereins für psychiatrische Nachsorge St. Thomas in Heidelberg | psychiatrische Nachsorgeeinrichtung | St.Thomas e.V
Unser Haupthaus in Heidelberg

In den Einrichtungen in Heidelberg, Graben-Neudorf und Schwetzingen sowie in den verschiedenen Außenwohngruppen leben zur Zeit über 268 chronisch psychisch kranke Menschen (Stand August 2017), die zumeist aus psychiatrischen Landeskrankenhäusern, ähnlichen Einrichtungen oder über niedergelassene Nervenärzte aufgenommen wurden.

Oftmals bestehen bei den Bewohnern unserer Häuser erhebliche psychische Störungen, und deswegen käme für viele dieser Menschen als Alternative lediglich der stationäre Aufenthalt auf einer chronischen Station eines psychiatrischen Landeskrankenhauses in Frage – sofern es nicht St. Thomas gäbe.

Unser Ziel …

Zielvorstellung unserer Einrichtung ist es, die Heimbewohner durch individuelle therapeutische Maßnahmen soweit zu fördern, dass sie später wieder in den eigentlichen Rehabilitationsprozeß oder auch in die Gesellschaft bzw. in die eigene Familie integriert werden können.
St. Thomas strebt an, jedem Einzelnen dabei zu helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, oder ihm zumindest ein zufriedenes Leben im Heim zu ermöglichen. Unsere Einrichtung kann durchaus mit Stolz von sich behaupten, bei vergleichbar relativ geringen Kosten eine effektive und erfolgreiche Arbeit zu leisten. Dies war nur möglich durch das Engagement aller, die in, um und für St. Thomas und seine Bewohner arbeiten.

… ein Netzwerk komplementärer Dienste

Auch wenn die Kosten der komplementären Versorgung eines Patienten über ein Jahr nur ca. 40% der Kosten einer stationären Unterbringung in Kliniken oder Landeszentren für Psychiatrie ausmachen, ist die komplementäre Versorgung per se nicht billig.

Die Wirtschaftlichkeitsprüfungen ergeben zwar verminderte Kosten im außerstationären Bereich, die Implementierung gut ausgestatteter komplementärer Einrichtungen ist jedoch zunächst kostenintensiv – zumal, wenn diese Einrichtungen, wie St. Thomas, mit qualifiziertem Personal betrieben und in angesehenen Wohngebieten angesiedelt werden. Der mögliche Spareffekt darf nicht Antrieb in der Förderung komplementärer Einrichtungen sein.

In der Versorgung der bisher vernachlässigten chronisch psychisch kranken Menschen muß zunächst Versäumtes nachgeholt und darf nicht nach billigen Lösungen gesucht werden. Das Netzwerk der komplementären Dienste zusammen mit der konsequenten ambulanten Behandlung vermindert auf lange Sicht das Risiko der Re-Hospitalisierung und stellt somit die menschengerechtere sowie kostengünstigere Lösung dar. Häufig müssen in den psychiatrischen Landeskrankenhäusern Langzeitpatienten auf eine Ausgliederung warten, weil keine geeigneten, qualifizierten Anschlussversorgungsmöglichkeiten vorhanden sind.